Woher kommen deine Ideen zum Schreiben?

Aus meinem Kopf, aus meinem Bauch, aus meinem Umfeld, aus einer Situation im Zug, aus einer beiläufig geäußerten Bemerkung, aus einem nachdenklichen Nachmittag auf der Couch, einem Gespräch mit einem Bekannten, …

 

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?

Mit ungefähr 13, als meine Großtante mir mein erstes Tagebuch geschenkt hat. Es war grün mit vielen kleinen weißen Blüten drauf. Und man konnte es mit einem kleinen Schlüssel absperren! Herrlich, das war das Größte!

 

Warum ausgerechnet Liebesromane?

Liebe ist das stärkste Gefühl unter Menschen, denke ich. Es bringt uns dazu die wundervollsten Dinge zu tun und gleichzeitig die schlimmsten.

 

Wie weit kennst du die Geschichte im voraus, wenn du anfängst zu schreiben? Ist das Ende dann schon bekannt?

Bei „Ein ganzes Ja“ habe ich einfach angefangen zu schreiben und hatte zunächst keinen genauen „Fahrplan“. Als ich auf Seite 85 war, wurde mir immer mehr bewusst, dass ich so etwas wie einen „Schreibplan“ brauche, um die Geschichte in die richtigen Bahnen zu lenken. Über das Ende und die Wendepunkte war ich mir bereits im Klaren, aber ich habe noch sehr viel überarbeitet und überarbeitet und überarbeitet. Eigentlich andauernd. Die Zeit des „Feilens“ an der Geschichte war länger, als das tatsächliche Schreiben. Es gab Stunden, da war ich innerlich am Durchdrehen und bin die Wände hochgegangen, und es gab Momente, da habe ich gedacht: "Ja, jetzt ist es genau richtig. So möchte ich die Figuren sehen."

 

Warum schreibst du Romane?

Hm, …  weil es mir Spaß macht! Und es erfüllt mich mit allen Emotionen: Spannung, Freude, Wut, Trauer, Glück. Diese Gefühle anderen aufzuschreiben und zu Papier zu bringen, macht wahnsinnig viel Freude. Wenn mich eine Szene oder eine Person sehr berührt, kommen mir auch die Tränen ;-)

 

Wie viel aus deinem Leben kommt in deinen Romanen vor?

Eine wilde Mischung aus Erfindung und wahren Begebenheiten. ;-)

Vor allem Leute aus meinem unmittelbaren Umfeld inspirieren mich (hehe). Ich denke, mit echten Personen und wahren Gefühlen können sich die Leser viel besser identifizieren als mit komplett der Fantasie entsprungenen Menschen.

 

Wie lange schreibst Du an einem Roman?

Für „Ein ganzes Ja“ habe ich zweieinhalb Jahre gebraucht, hatte aber auch Phasen von mehreren Wochen, in denen ich nicht geschrieben habe. Da brauchte ich dann einfach eine Auszeit von „Erik, Becca und Paul“.

Für meinen zweiten Roman habe ich mir einen Zeitrahmen von einem Jahr gegeben. Ich schreibe vor allem abends. Das Fernsehschauen ist somit stark reduziert worden. Und nein, nicht jeden Tag, aber ziemlich oft. Und ja; es gibt sie noch, die Abende, an denen ich einfach nur auf dem Sofa rumlümmele, mich an meinen Mann schmiege und wir uns einen schönen Film anschauen.

 

Wolltest du auch schon mal alles hinschmeißen?

Ja! Andauernd. Das Gefühl hatte ich sehr oft, vor allem nach der allerersten Testleserphase. Ich hatte auch darum gebeten nur ehrliche Urteile abzugeben (Hilfe!). Das kann manchmal schon sehr hart sein. Wenn man schreibt, braucht man nicht ein dickes Fell, macht braucht fünf dicke Felle. Aber dann habe ich meinen inneren Schweinehund K.O. geschlagen und wieder weitergemacht.

 

Was liest du gern?

Vor allem historische Romane, Spannungsliteratur, Biografien und Liebesromane natürlich.

 

Was sind deine Hobbies?

Schreiben, Lesen, Schwimmen, Laufen, gute Filme, Musik, einfach spontan im Wohnzimmer tanzen, mit Freunden zusammen Fußball schauen (vor allem zur WM Zeit, ins Kino gehen (viel zu selten) und vor allem Zeit mit meiner Familie verbringen ;-)