Über mich

 

Ich wurde morgens um halb vier Uhr kurz nach Weihnachten geboren, damals in den wilden 70ern, als die Musik cool und die Klamotten schräg waren.

 

Die meiste Zeit meines jungen und jugendlichen Lebens habe ich im Wasser verbracht. Das Schwimmen und die vielen Wettkämpfe bestimmten meine Tagesabläufe, Wochen, Monate und Jahre - und ich hätte mir ein Leben ohne diesen Sport überhaupt nicht vorstellen können. Ich bin heute noch überzeugt davon, am Geschmack des Chlorwassers und dem Anblick der Bodenfliesen sofort sagen zu können, um welches Schwimmbad der Region es sich handelt.

 

Geschrieben habe ich schon immer, eigentlich seit ich in der ersten Klasse Bekanntschaft mit Buchstaben gemacht habe. Buchstaben waren mir irgendwie schon immer sympathischer als Zahlen. Wenn mir heute eines meiner unzähligen Tagebücher in die Hände fällt, verfalle ich entweder in Tränen bringendes Lachen oder in eigenartiges Nachdenken. Worüber man sich früher den Kopf zerbrochen hat ...

 

Während meines Studiums habe ich angefangen kleine Geschichten, Gedichte und Artikel für die Unizeitung zu schreiben.

Der erste Versuch allerdings einen eigenen Roman zu schreiben, endete kläglich . „Nette Dialoge, lustige Charaktere, aber ein undurchsichtiges Plot.“

 

Nach meinem Examen habe ich zunächst eine journalistische Ausbildung gemacht, bevor ich mich entschloss mit Leib und Seele Lehrerin zu werden und Teenagern den Absolutismus, Napoleon, die Römer und das Past Perfect näher zu bringen. Ein herausfordernder Beruf, den ich sehr, sehr liebe. Wenn nicht gerade wieder jemand seine Hausaufgaben vergessen hat ;-)

 

Doch eines hat mich nicht losgelassen: Die Lust am Schreiben.

Und so habe ich mich irgendwann an einem Herbstnachmittag, der die Ahornblätter rotgolden färbte, nicht in die Sonne, sondern an meinen Laptop gesetzt und die ersten Seiten von „Ein ganzes Ja“ angefangen zu schreiben. Und es fühlte sich absolut richtig an und gut an!

Einen Roman zu schreiben war ein völlig neues Gebiet. Die Stunden verflogen nur so und ich wusste: Das ist es.

 

Und natürlich habe ich Seiten zerrissen, neu angefangen, mit mir selbst gekämpft, gelacht und geweint. Das "Lernen am Schreiben" hört wohl nie auf.

 

Tja, und wenn ich meine Nase nicht gerade zwischen ein spannendes Buch stecke – ich liebe Bücher über alles und neue Bücher riechen so wunderbar nach Verheißung einer abenteuerlichen, fremden Welt - versuche ich meinen inneren Schweinehund (mindestens 3 Meter hoch) zu besiegen und Joggen zu gehen.

 

Ich habe eine fatale Schwäche für Salt & Vinegar Chips (Danke, wem auch  für diese Erfindung), bin immer zehn Minuten zu spät (versuche mich zu bessern, ehrlich), liebe die wärmende Sonne, den erdigen Geruch von Wald, sandige Urlaube am Meer, den salzigen Geruch von Wind und Wellen, meine zwei wunderbaren Kinder, meinen großartigen Mann (mein Fels in der Brandung) und meine getigerte „Kampfkatze“ Molly. Man sollte niemals versuchen sie streicheln zu wollen, wenn sie ihren Schwanz hin und her kringelt – Lebensgefahr!